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Geschichtswerkstatt Würselen e.V. 04/2018 : Kulturarchiv/ Heimatgeschichte

Auf Initiative der Kulturstiftung Würselen wurde im November 2017 der neue Würselener Geschichtsverein "Geschichtswerkstatt Würselen e.V." gegründet. Die "ersten Schritte" des Vereins können Sie auf der Seite www.kulturarchiv-wuerselen.de verfolgen, wenn Sie im Menü auf "Geschichtswerkstatt klicken...


Bisher existierte nur ein informeller Kreis von Personen, die das Heimatmagazin Schlaglichter herausgeben, das in Würselen auf eine sehr gute Resonanz gestoßen ist. Andere arbeiten als ehrenamtliche Helfer und unterstützen das Kulturarchiv Würselen, wie dies auch die Kulturstiftung mit rund 30.000 Euro Fördermitteln in den letzten Jahren getan hat.

Jetzt wollen wir das organisatorisch bündeln. Zweck des neuen Vereins ist u.a. die Erarbeitung, Förderung und Verbreitung von interdisziplinärem Wissen zur Geschichte Würselens unter Einbeziehung der geschichtlichen regionalen und euregionalen Zusammenhänge sowie die Pflege des Geschichts- und Heimatbewusstseins. Dazu kommen die Förderung des Kulturarchivs in personeller und finanzieller Hinsicht und die Vermittlung unserer Heimatgeschichte an Schulen, Gruppen und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Es wird ein Rundbrief herausgegeben, die erste Ausgabe finden Sie » HIER

Natürlich kann man auch » Mitglied werden

Geschichte verstehen - Zukunft gestalten 02/2018 : Kulturarchiv/ Heimatgeschichte

Historische Spurensuche und den Abgleich mit der heutigen Zeit - das versucht eine Veranstaltungsreihe "Geschichte verstehen - Zukunft gestalten". Die Meinungs- und Pressefreiheit und die freie politischen Betätigung wurden im 19. Jahrhundert Schritt für Schritt mit vielen Rückschlägen erkämpft. Schon damals mussten aufrechte Demokraten mit Gefängnisstrafen und Berufsverbot rechnen...


Darüber berichtet Achim Großmann, der frühere Parlamentarische Staatssekretär, der dazu ein viel beachtetes Buch geschrieben hat. Die Geschichte wiederholte sich, es wurde sogar noch schlimmer. Die Abschaffung der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Zeit des Nationalsozialismus in den 1930er Jahren führte u.a. zum Verbot von Meinungs- und Pressefreiheit.

Die wenigen Mutigen, die in den politischen Widerstand gingen, wurden ins Zuchthaus geworfen oder im KZ umgebracht. Die Lesung mit Diskussion ist ein weiterer Termin dieser Reihe, die von der Volkshochschule und dem Geschichtsverein Baesweiler organisiert wird. Die Kulturstiftung fördert diese Veranstaltungsreihe. Am Samstag gibt es dann einen Workshop zu diesem Themenbereich. Veranstalter: VHS Nordkreis Aachen in Kooperation mit dem Geschichtsverein Baesweiler. Veranstaltungsort: Aula des Weiterbildungskollegs der Städteregion Aachen, Friedrichstr. 72, 52146 Würselen Eintritt frei

 

Die Kulturstiftung Würselen fördert diese Veranstaltungsreihe.

 

Weitere wertvolle Dokumente sind restauriert 01/2018 : Kulturarchiv/ Heimatgeschichte

Das Foto zeigt den Rest eines alten Kopiars (Dokument) des Gasthauses zu Weiden. Die zwei Folioblätter aus Pergament enthalten Zuwendungen an das Gasthaus und Stiftungen an die Kirche zu Weiden von 1488 bis 1501. Dieses Dokument ist Teil der weiteren Restaurierung von sehr alten Archivalien der Pfarre St. Sebastian...


Die Kulturstiftung hatte es in die Hand genommen, diese wertvollen und heimathistorisch einmaligen Dokumente zu retten. Nach der Restaurierung der Sendgerichtsprotokolle sind jetzt vier weitere sehr alte Archivalien der Pfarre St. Sebastian restauriert worden. Es geht um ein altes Kirchenrentbuch auf Pergament (1488 – 1506), ein Rechnungsbuch (1659 – 1792), ein Einkünftebuch (1634 – 1836) und eine Pergamenturkunde.

Die Schäden waren gravierend. Festgestellt wurden Oberflächenverschmutzung, Feuchteschäden, starker Pergament bzw. Papierabau, Verfärbungen, Fehlstellen, mechanische Schäden und Tintenfraß. Entsprechend aufwändig waren die Restaurierungsarbeiten. Sie bestanden wesentlich aus einer Trockenreinigung, dem Folieren, Wässern, Nachleimen, einer Papierrestaurierung, dem bilden von Lagen, Heften und einem Konservierungseinband. Jetzt bleibt nur noch ein kleiner Rest von weiteren Archivalien, der 2018 angegangen werden soll.

Alles in allem wird die Restaurierung dann rund 24.000 Euro gekostet haben, etwa 10 000 Euro steuert die Kulturstiftung Würselen bei. Diese sehr alten Würselener Archivalien geben uns vielfältige Aufschlüsse über das Leben und die Bewohner in unserer Heimatstadt. Teile davon sind ausgewertet, andere werden derzeit oder in nächster Zeit bearbeitet, um sie der Öffentlichkeit in unserer heutigen Sprache lesbar zu repäsentieren.

Schlaglichter 5 12/2017 : Kulturarchiv/ Heimatgeschichte

Die fünfte Ausgabe von "Schlaglichter" ist fertig. Das neue Heft wird im Kulturzentrum Altes Rathaus vorgestellt. Erzählt werden Geschichten über den Karneval in unserer Stadt im 19. Jahrhundert und eine fast unglaubliche Geschichte über "aufständische Würselener" im Jahr 1614...


Die Autoren stellen das Heft am Freitag, dem 5. Januar 2018 um 18 Uhrvor. Dann können Sie mehr Hintergründeerfahren und bekommen zusätzliche Informationen zu den Artikeln. Außerdem berichten die Mitglieder des Redaktionsteams über die weitere Arbeit und interessante Neuigkeiten aus der Würselener Heimatgeschichte.

Jede Besucherin/ jeder Besucher kann sich zudem ihr persönliches Exemplar des neuen Heftes "sichern". Erfahrungsgemäß ist die Auflage schnell vergriffen.

Die Kulturstiftung fördert die Herausgabe dieses Heimatmagazins.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen

Eintritt frei

Zigarren & Zigarillos aus Würselen 12/2017 : Kulturarchiv/ Heimatgeschichte

Der dritte Band der Schriftenreihe Kulturarchiv Würselen konnte jetzt bei einer sehr gut besuchten Lesung vorgestellt werden. Wie die beiden Bände zuvor hat die Kulturstiftung dieses Buch gefördert. "Zigarren & Zigarillos aus Würselen - Die Geschichte der Würselener Zigarrenindustrie" ist sein Titel, der Auto ist Achim Großmann...


Wie spannend diese Zigarrengeschichte Würselens ist, zeigte sich bei neun Texten, die Großmann jeweils erläuterte und die von Jochen Deuticke, einem Schauspieler des Aachener „Theater K“ hervorragend gelesen wurden.

So konnten die gespannt lauschenden Zuhörer erfahren, dass nach der Gründung der ersten Zigarrenfabrik 1861 in Haal weitere folgten und um 1900 bereits 6 Betriebe Zigarren produzierten. Die florierende Zigarrenindustrie, die beginnende Soda- und Nadelindustrie und der Bergbau habe zu einer Verdoppelung der Einwohnerzahlen Würselen in der Zeit vor 1900 beigetragen. Geschildert wurden die Arbeitsbedingungen der Zigarrenarbeiterinnen.

Es waren fast ausschließlich Frauen, die bis zu 10 Millionen Zigarren pro Jahr fertigten. Besonders interessant waren Berichte über die Zigarrenschwemme nach dem 1. Weltkrieg, als Kleinstbetriebe wie Pilze aus dem Boden schossen und in über 300 Häusern Zigarren gefertigt wurden, deren Qualität allerdings zu wünschen übrig ließ.

Dies und viel mehr können Sie in dem neuen Buch nachlesen.

Es kostet 19 Euro und ist im Würselener Buchhandel zu kaufen.

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